Der Sonnenberg-Gedanke geht zurück auf ein Treffen zwischen dänischen und deutschen Pädagogen auf dem Sonnenberg, einer Bergwiese im Oberharz, in der Ortschaft St. Andreasberg. Dieser Ort war der Namensgeber, der sich in der Folge in den verschiedenen Sonnenberg-Organisationen wiederfindet.
Das Treffen fand im Jahr 1949, also kurz nach Ende des 2. Weltkriegs, statt. Ziel des Treffens war es, eine Aussöhnung zwischen ehemaligen Kriegsgegnern anzubahnen und die Folgen des Faschismus aufzuarbeiten. Die europäischen Länder sollten im Sinne der Völkerverständigung wieder zueinander finden und auch Deutschland sollte sich auf die demokratischen Werte besinnen.
Seither finden in dieser Tradition Veranstaltungen und Konferenzen der politischen Bildung mit dem Ziel der Völkerverständigung, der internationalen Friedensarbeit, des europäischen Gedankens und des Austauschs auch zwischen unterschiedlichen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Anschauungen statt. Das Ziel ist die gemeinsame Verständigung und der Abbau von Vorurteilen.
Im Jahr 2024 musste allerdings die Tagungsstätte „Internationales Haus Sonnenberg“ aufgegeben werden und der Träger „Sonnenberg-Kreis e.V.“ musste seine Tätigkeit einstellen.
Die langjährige Sonnenberg-Arbeit hat im Laufe der Zeit jedoch zur Bildung von Sonnenberg-Gruppen in etwa 25 europäischen Ländern geführt, die in dem im Jahr 1958 gegründeten Verein "International Sonnenberg Association e.V.", als Dachverband zusammengeführt sind. Die International Sonnenberg Association e. V. (ISA) ist ein in Deutschland eingetragener gemeinnütziger Verein, steht in engem Kontakt auch mit den deutschen Sonnenberg-Gruppen und deren Mitgliedern und führt die Bildungsarbeit des Sonnenbergs fort.
In dieser Tradition steht auch die Stiftung interkulturelles Haus Sonnenberg, die sich diesen bildungspolitischen Zielsetzungen, dem europäischen Gedanken, der internationalen Friedensarbeit und der langjährigen Tradition verbunden fühlt und fördert.